BesserFernsehen, Medien, Musik, Inspiration & Wellbeing

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Herzlich willkommen auf dem BesserFernsehen-Blog!

Dieser Blog befasst sich mit den Themen Fernsehen, Medien, Musik, Inspiration & Wellbeing. BesserFernsehen steht einerseits ganz konkret für Fernsehen/TV, andererseits aber auch für „In die Ferne sehen“ im Sinne von Weitsicht & Erkenntnis.

Gute Unterhaltung & eine gute Zeit!
DEZ
23

10 inspirierende Gedanken & Video-Clips zur Jahreswende

Ich bin ein grosser Fan der kleinen Inspiration zwischendurch – manchmal kann ein kurzes Video, ein tolles Bild oder ein treffendes Zitat ein bisschen über das nur allzu bekannte Grau des Alltags hinweg helfen. Eine kleine Unterbrechung, ein kurzer Moment der Überraschung & Gelöstheit … aber vielfach fehlen natürlich Zeit & Lust zum Suchen in den zahlreichen überbordenden Plattformen mit ihren Millionen von Videos. Ich werde Euch daher gerne mit 10 ausgesuchten Video-Clips durch die Zeit zwischen den Jahren und ins neue Jahr hinein begleiten:

1. NETZ DES LEBENS
2. DANKBARKEIT
3. FALL DES LEBENS
4. SATZ DES LEBENS
5. JAHRES-UHR
6. JOY RIDE
7. ERINNERUNGEN
8. POESIE & ALLTAG
9. KLAR & EINFACH
10. HIER & JETZT

Dazu gleich mehr. Unter
www.besser-fernsehen.ch

finden sich übrigens in der rechten Spalte zahlreiche weitere Links zu anregenden Videos (deutsch & englisch) aus folgenden Themen-Bereichen: Kreativität & Innovation, Leben & Entfalten, Glück & Zufriedenheit, Musik & Musiker, Kunst & Schönheit, Design & Architektur, Foto & Film, Buch & Autor, Liebe & Familie, Gesellschaft & Verbundenheit, Motivation & Tatkraft, Beruf & Berufung, Marketing & Konsum, IT & Medien, Auto & Energie, Zeit & Zukunft, Gedanke & Philosophie, Ethik & Spiritualität, Wissenschaft & Universum, Natur & Reise, Tier & Pflanze, Gesundheit & Ernährung, Sport & Spiel, Spass & Magie, Wirtschaft & Politik, Geschichte & Historisches sowie einige Songs aus der riesigen virtuellen Musik-Palette.

„Kreativität ist der Bodensatz verschwendeter Zeit“, wusste schon Albert Einstein. Hier scheint sie mir ganz gut verschwendet …
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DEZ
22

10 inspiring thoughts & videos for the Holidays

I’m a big fan of the little inspiration for in between – sometimes a short video clip, a great picture or quote can help us somewhat get over the well-known monotony of everyday life. A little break, a short moment of surprise & relaxation … Of course we often lack time & notion to search in the various platforms with millions of videos. I therefore gladly point at 10 special video clips & illustrations for the Holidays which – each in its own way – mean something to me:

1. WEB OF LIFE
2. GRATITUDE
3. FALL OF LIFE
4. SENTENCE OF LIFE
5. ANNUAL CLOCK
6. JOY RIDE
7. MEMORIES
8. POETRY & LIFE
9. PURE & SIMPLE
10. HERE & NOW

More on that in a minute. My private (Swiss) site
www.besser-fernsehen.ch
by the way offers a lot more inspiring video clips on many different subjects (right column, all the way down – behind German titles you mostly find English videos).

„Creativity is the residue of time wasted“, said Albert Einstein. Sometimes it‘s wisely wasted …
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OKT
28

„Hand-Knit“ statt „Scripted Reality Doku Sh!t"

Meine Erwartung ans Fernsehen ist ganz einfach: Gute Unterhaltung (man darf sich zuweilen auch unter seinem Niveau amüsieren …) und/oder eine Form von Horizont-Erweiterung (die mich anspricht).

Qualitäts-Fernsehen weckt das Bewusstsein, schärft die Sinne, regt Denken & Fantasie an, erweitert den Horizont und/oder macht ganz einfach Spass. Viel zu oft bleibt beim Fernsehen aber ein vages Gefühl von Verdruss und Zeit-Verschwendung zurück, von „Gelebt-Werden“ und weniger von „Inspiration fürs Leben“. Es wird immer mehr inszeniert, manipuliert, emotionalisiert und billig kopiert – denn wer kriecht, der stolpert bekanntlich nicht. Das erstaunt angesichts der vielen Milliarden Gebühren-Gelder und der weiterhin üppig sprudelnden Werbe-Einnahmen. Da müsste den Zuschauerinnen & Zuschauern doch eigentlich ein richtig tolles Programm geboten werden …

Stattdessen erscheint einem das Fernsehen oft als Abflussrohr der Welt ins Wohn- oder Schlafzimmer, das TV-Programm lediglich als Überbrückung von einer Werbe-Insel zur nächsten. Comedian & Autor Michael Mittermeier drückte sich kürzlich gegenüber Focus Online noch extremer aus und schimpfte lautstark über das heutige „Volldeppen-TV“: „Während das (amerikanische) Ausland tolle Serien produziert, schauen wir uns „Scripted Reality Doku Sh!t" jeglicher Art oder Menschen in der Wüste an, die das Klischee eines weissen Kolonial-Volldeppen bedienen. Das deutsche Fernsehen hätte durchaus auch Geschichten zu erzählen. Man müsste sie nur ins TV bringen. Jemand muss einfach mal die Eier dazu haben.“

Und auch Satiriker, Autor & Schauspieler Oliver Kalkofe spricht gegenüber MEEDIA Klartext und nennt seine aktuellen TV-Highlights des Grauens: „Einmal sind es die vielen namenlosen Scripted-Reality-Formate, die wir gar nicht mehr auseinanderhalten können. Also ‚Pures Leben‘, ‚Mitten im Leben‘, ,Verdachtsfälle‘, ‚Betrugsfälle‘, ‚Durchfälle‘ ... Das Nachmittags-Programm der Privaten halt. Fast noch schlimmer sind die vielen zynisch bösen Kuppel-Shows. So was wie ‚Schwiegertochter gesucht‘ oder ‚Schwer verliebt‘. Da werden Menschen, die nah am betreuten Wohnen vorbeigeschrammt sind, aufs Ekelhafteste vorgeführt. (…) Es ist immer schlimmer geworden und es wird auch noch schlimmer, weil bei den Sendern Zynismus ausgebrochen ist. Wenn man mal 15, 20 Jahre zurückschaut, dann waren die Privaten zumindest noch gewillt, etwas zu machen. Sie wollten zeigen, was sie können. Das war zwar sehr oft kreativer Irrsinn, aber sie haben sich immerhin was getraut. Heute geht es nur noch darum, wie man mit wenig Geld & Mühe am meisten Sendeplatz füllt. Der Grossteil des heutigen Programms ist einfach nur ein Riesen-Haufen Elefanten-Sche!sse – und die Verantwortlichen wissen es auch selber. Diese Sendungen will niemand sehen, nicht einmal die Macher selbst, man macht Programme und lacht über die Leute, die sich den Müll tatsächlich anschauen. Man produziert so schnell & billig, dass es kurzfristig selbst als Flop noch ein Plus erwirtschaftet, aber langfristig macht es die Sender kaputt, weil man sich das eigene Profil ruiniert – und irgendwann merkt das auch das Publikum und verabschiedet sich. Herz, Spass und Verantwortung dem Publikum gegenüber – für diese Begriffe wird man heutzutage im Fernsehen eher ausgelacht. Und die Öffentlich-Rechtlichen sind feige und verstecken sich. Sie müssten innovativ, mutig & kreativ vorgehen und uns jeden Tag neu überraschen. Sie sollten eigentlich zeigen, wie man es besser macht, müssten für kontroverse Diskussionen sorgen – sie dürfen das und wir bezahlen sie sogar dafür. Stattdessen schwimmen sie in der gleichen lauwarmen Suppe wie vor 30, 40 Jahren und man versucht, bloss nicht aufzufallen und es der ganzen Familie vor dem Fernseher recht zu machen. Nur gibt es die nicht mehr so wie damals. Statt Innovation herrscht kreativer Stillstand: Wenn man nur schnell genug stillsteht, sieht es fast so aus, als würde man sich bewegen.

Oliver Kalkofe weiter: „Die Öffentlich-Rechtlichen sollten das Publikum nicht ständig fragen, ob es schon die TV-Gebühren gezahlt hat. Stattdessen sollten sie sich jeden Tag beim Publikum entschuldigen: ‚Entschuldigen Sie dieses langweilige Programm, aber wir sind schon sehr alt und ziemlich faul. Es tut uns herzlich leid.‘ So sollten die Verantwortlichen von Haus zu Haus gehen.“

Dieser Beitrag handelt auch von meinen eigenen Bemühungen, inspirierende Themen ins Fernsehen zu bringen. Mit einfach(st)en Mitteln, aber viel Engagement für anregende Inhalte aus verschiedenen Bereichen des Lebens.

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SEP
11

Falling into Presence

(oder: Herr Rossi sucht das Glück & die Leichtigkeit des Seins)

Wie haben wir sie geliebt als kleine Kinder, die Trickfilm-Serie „Herr Rossi sucht das Glück“. Herr Rossi arbeitete in einer italienischen Fisch-Konserven-Fabrik, wo die Wut-Anfälle seines cholerischen Chefs auf ihn niederprasselten. Als einziger Freund stand ihm Gastone zur Seite, der Hund des Chefs. Mit Hilfe einer Triller-Pfeife konnten die beiden durch Raum & Zeit reisen, stiessen aber auf jede Menge Probleme, zuweilen gar in Gestalt des verhassten Chefs. Letztlich kehrten sie jeweils wieder in den Alltag zurück und suchten bei nächster Gelegenheit an anderen Orten, in anderen Epochen weiter nach einem kleinen Stück vom Glück.

Daran hat sich bis heute wenig geändert – Herr Rossi sucht noch immer, ganz viele andere suchen ebenfalls immer noch, wie die unzähligen Ratgeber zum Thema Glück & Besser Leben beweisen. Und die unzähligen Aktivitäten & Angebote auf dem weiten Feld der Lebens-Beratung & Glücks-Suche …

Auch ich habe mir kürzlich im Rahmen eines Gesprächs mit PräsenzMediziner Dr. Volker Mann wieder einmal ein paar existentielle Fragen vor Augen geführt:

„Sonnendeck TV – Gesundheit, Präsenz & Wohlbefinden“:
http://www.youtube.com/watch?v=7DIO9vsVy1w&feature=player_detailpage

„Falling into Presence“ (Gespräch/Thema musikalisch umgesetzt):
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=DIRpB6xIaR4&list=UUxXTnpq1Y4E7zWCfvw1Nrbw

Hintergrund der musikalischen Umsetzung:
(„Sonnendeck TV – Der Zauber von Alltags-Poesie & Musik“)
https://www.youtube.com/watch?v=QyjYXyF1fE8&feature=player_detailpage

Die grossen Fragen des Lebens erreichen uns alle – früher oder später. Ich möchte daher an dieser Stelle ein bisschen genauer eingehen auf Themen wie Präsenz, Zeit, Selbstbild, Wertungen, Suchen, Angst, Stress, Glück, Gesundheit & Wohlbefinden.

Zwar kann man vieles nicht wirklich mit dem Verstand erfassen, und so manch vermeintlich Wichtiges & Reales erweist sich letztlich als Illusion. Aber vielleicht möchten Sie mich trotzdem begleiten auf eine kleine Reise durch das Leben …

„Everything has been figured out, except how to live.“ Alles haben wir herausgefunden – nur nicht wie wir leben sollen, meinte Jean-Paul Sartre so treffend. Vielleicht kommen wir heute ein kleines bisschen näher an dieses Mysterium heran.

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JUL
18

Brunch up your Life!

Vor einigen Jahren habe ich folgenden Vorsatz fürs neue Jahr gefasst: Öfter mal mit Familie und/oder Freunden & Kollegen brunchen gehen! Ich glaube, es ist der einzige Neujahrs-Vorsatz, den ich je im Leben eingehalten habe.

Ungefähr jedes zweite Wochenende breche ich zum gemütlichen Sonntags-Brunch bei mir um die Ecke am Rhein auf – und es ist immer ein bisschen wie drei, vier Stunden Kurz-Urlaub. Im Sommer kann man draussen sitzen und die schöne Umgebung am Fusse des Schwarzwalds geniessen, im Winter erfreut die angenehme Atmosphäre in der warmen Stube. Im Mittelpunkt steht das gemütliche Beisammensein mit Familie, Freunden & Kollegen. Man verbindet sozusagen das Angenehme mit dem Angenehmen – und hält Kontakt mit dem Freundes- & Kollegen-Kreis, wo doch ein intensiverer Austausch im Alltag nur allzu oft auf der Strecke bleibt.

Freunde“, meinte George Bernard Shaw, „sind Gottes Entschuldigung für Verwandte.“

Meistens ist auch mein Vater mit von der Partie – schwer demenz-krank, aber noch gut zu Fuss. Er geniesst es, ganz einfach mit am Tisch zu sitzen, gut zu essen & zu trinken, ein bisschen zuzuhören & sich zugehörig zu fühlen, auch wenn er selber nichts mehr zur Unterhaltung beitragen kann und zunehmend Hilfe braucht beim Essen.

Wie sagte Oscar Wilde so schön: „Nach einem guten Essen kann man jedem vergeben, sogar seinen eigenen Verwandten.“ Und nach einem sehr guten Essen erinnert man sich vielleicht nicht einmal mehr an ihre Vergehen …

Ende letzten Jahres hatten sich wieder einmal unsere Kollegen Niki & Godi angekündigt – bis kurz vor der Abfahrt das Telefon klingelte. Niki kündigte eine leichte Verspätung an … und by the way, sagte sie, gestern ist meine Mutter gestorben … Mein aufrichtiges Beileid, meinte ich – vergiss den Brunch, du hast jetzt Wichtigeres zu tun, wir verschieben das auf ein andermal. Bloss nicht, meinte Niki – ich brauch‘ ein bisschen Ablenkung, ein bisschen Plaudern & Futtern, wartet auf uns, wir fahren gleich los …

Im Englischen gibt es diesen schönen Ausdruck „to forget about life for a while …“ – ein bisschen Abstand nehmen vom Leben sozusagen. Eine kleine Auszeit vom Alltag, ein kurzes Eintauchen in eine weiche, entspannte Butter-Croissant-Rührei-Fruchtsaft-Welt mit herrlichem Cappuccino-Duft. Wie heisst es so schön im Film „Thomas Crown Affair“: „Darf ich Ihnen eine ernsthafte Frage stellen? Möchten Sie einen weiteren Espresso?“
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JUN
12

Süchtig nach Erlösungs-Geschichten

Heute geht es um Erlösungs-Geschichten. Wir Menschen lieben sogenannte „Erlösungs-Geschichten“, wir erzählen sie ständig und hören sie auch dauernd von unseren Mitmenschen. Erlösungs-Geschichten nicht im religiösen, sondern im psychologischen Sinn. Die Welt ist voll von Erlösungs-Geschichten, wie wir gleich sehen werden.

Und es geht auch um unseren letzten Lebens-Abschnitt, um Sterben, Tod & Beerdigungen …

Und natürlich möchte ich auch auf mein Sommer-TV-Programm auf Schweiz 5 hinweisen, das nächsten Mittwoch Abend startet – schauen Sie rein und lassen Sie sich inspirieren! Herzlich willkommen auf dem Sonnendeck! Aber davon mehr am Ende dieses Artikels.

Wenn wir von unserem Leben sprechen, erzählen wir grundsätzlich Geschichten. Das ist uns meistens gar nicht so bewusst – aber wir betrachten unser Leben als eine Reihe von Geschichten und uns selber als die Haupt-Figur. Damit geben wir unserem Leben eine Form, eine Bedeutung, einen Sinn. Das hat sehr viel mit Identität zu tun. Wie sind gewissermassen, was wir über uns erzählen. Wir fassen in Geschichten, wie wir uns selber sehen bzw. gesehen werden wollen.

Dabei ist natürlich wichtig, wer uns gerade zuhört. Entsprechend fällt die Geschichte eher so oder ein bisschen anders aus. Der Freundin erzählt man eine andere Geschichte als dem Chef, der Nachbarin, dem Hausarzt oder der Grossmutter. Es gibt nicht die einzig wahre Geschichte, sondern verschiedene Interpretationen bzw. Varianten ein und derselben Begebenheit. Die Glaubwürdigkeit unserer Geschichten erhöhen wir am besten damit, indem wir sie uns selber glauben machen. Indem wir möglichst stimmig & überzeugend erzählen und wo nötig kreativ ergänzen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Wir agieren nicht selten als begabte Werber & Schauspieler im eigenen Leben. Untersuchungen zufolge halten sich die meisten Menschen für überdurchschnittlich klug, attraktiv und „tugendhaft“ – so erkennen wir etwa ein computer-technisch geschöntes Bild von uns selbst schneller als das Original!

Den eingangs erwähnten Erlösungs-Geschichten kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu: Mit ihnen machen wir unser Leben verständlicher und vor allem erträglicher. Psychologen sprechen vom „Motiv der Erlösung“ bzw. einer Erlösungs-Geschichte, wenn sich etwas ursprünglich Schlechtes, Schlimmes, Schmerzliches rückblickend zum Guten gewandelt hat. Mit Hilfe der Zeit, mit Hilfe neuer Erkenntnisse, mit Hilfe eines persönlichen Lern- & Reife-Prozesses. Wir sind gewissermassen süchtig nach Erlösungs-Geschichten – wir suchen in unserem eigenen Leben danach und wollen immer mehr davon hören & erzählen …

„Turn your wounds into wisdom”, wie ein altes amerikanisches Sprichwort sagt.

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MAI
08

Horizont-Erweiterung mit Herz & Hirn & Humor

Ich lasse mich gerne inspirieren – zum Beispiel beim gemütlichen Sonntags-Brunch von einer anregenden Zeitungs-Kolumne, einem unterhaltsamen Interview oder einem aufschlussreichen Hintergrund-Bericht. Oder von Geschichten aus dem Alltag, schrägen Ideen und lustigen Anekdoten im Gespräch mit Freunden & Kollegen. So manch ein Impuls kann etwas auslösen, weiterführende Überlegungen in Gang setzen, die uns vielleicht auf neue Ideen & Wege bringen ...

Natürlich lasse ich mich zuweilen auch gerne vom Fernsehen inspirieren – von einer guten US-Serie beispielsweise. Oder von einem dieser altmodischen englischen Krimis in malerischen Landschaften, wo komischerweise meistens die Sonne scheint. Und irgendeine Lady in einer komischerweise vollen Kirche einen schrulligen alten Lord um einen Sitzplatz bittet: „Wenn Sie ein Gentleman wären, würden Sie aufstehen." Und zur Antwort bekommt: „Wenn Sie eine Lady wären, würde ich das tun."

Sehr gerne inspiriere ich aber auch selber meine Mitmenschen, zeige ihnen etwas auf, eine kleine Idee oder Anregung vielleicht, die ihren Alltag ein bisschen leichter und beschwingter machen könnte. Aus diesem Grund habe ich die Sendung „Sonnendeck TV – Inspiration fürs Leben" (ein Sommer-TV-Programm auf dem Schweizer Privat-Sender Schweiz 5) ins Leben gerufen. Es geht um engagiertes Fernsehen für einen besseren Alltag und eine lebenswertere Gesellschaft – unterhaltsame Horizont-Erweiterung nicht mit dem Zeigefinger, sondern mit Herz & Hirn & Humor! Aber davon mehr am Ende dieses Artikels ...

... und erst einmal zurück zur inspirierenden (Sonntags-)Lektüre. Ich möchte zwei aktuelle Beispiele aufzeigen, die mich gedanklich weit über den eigentlichen Artikel hinaus beschäftigt haben. Zum einen geht es um Manfred Lütz & das sinnvolle Leben – und zum anderen um Mani Matter & das sinnvolle Lernen.

Unlängst las ich in der (Schweizer) SonntagsZeitung ein interessantes Interview mit dem deutschen Psychiater & Bestseller-Autoren Manfred Lütz unter dem Titel „Wir leben oft so, als hätten wir noch ein zweites Leben im Kofferraum." Manfred Lütz kennt man v.a. durch seine erfolgreichen Bücher wie etwa „Irre! Wir behandeln die Falschen" und seine zahlreichen Fernseh-Auftritte. Mit seiner hemdsärmligen & humorvollen Art spricht er vielen Menschen aus dem Herzen. Und er schafft es immer wieder, den Finger auf den einen oder anderen wunden Punkt unserer Gesellschaft zu legen, um uns zum Nachdenken zu bewegen. Gleich vorweg meine Lieblings-Stelle im Interview, wo es um die grosse Frage nach dem Sinn des Lebens geht:

„Ich erlebe in meiner Klinik manchmal Patienten, die bei uns Psycho-Therapeuten das Glück suchen oder den Sinn des Lebens. Die suchen einen Guru, der ihnen sagt, wo es langgeht. Das ist natürlich eine ganz abwegige Vorstellung von Psycho-Therapie. Wir Psycho-Therapeuten haben ja nicht besonders viel Lebens-Erfahrung. Wir haben Abitur gemacht, viele dicke Bücher gelesen und dann viele Jahre mit gestörten Leuten in kleinen hässlichen Räumen zugebracht. So bekommt man doch keine Lebens-Erfahrung. Wir können eine Depression oder eine Angst-Störung gut behandeln. Aber wir sind keine Experten für den Sinn des Lebens. Ein altes Mütterchen im Berner Oberland hat mehr Lebens-Erfahrung als ich. Das meine ich nicht ironisch."
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MäR
22

Rückzug ins Privat-Voyeuristische: Nasen statt Inhalt!

Es gab Zeiten, wo die Menschen – neben allen berechtigten privaten Anliegen – auch noch einige gesellschaftliche & politische Anliegen verfolgten. Diese Zeiten scheinen lange vorbei zu sein. Die globalisierte Welt ist zu komplex, zu schnell, zu unberechenbar, korrupt & krisenanfällig geworden. Da zieht man sich doch lieber zurück in seine private & überschaubare Welt und überlässt die grossen, komplizierten Themen anderen. Da konzentriert man sich mit Vorliebe auf die nähere Umgebung und insbesondere auf seine Mitmenschen. Auf den Partner, die Familie, Bekannte & Freunde und die süssen, knuffligen Haustiere – und natürlich auch auf die vielen interessanten Prominenten, die schliesslich mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wie Markus Meier und Mandy Müller.

Der Rückzug ins Private, Überschaubare, Schnucklige, Voyeuristische wurde natürlich nicht erst gestern eingeläutet, sondern schon vor vielen Jahren – aber er hat inzwischen dermassen groteske Ausmasse angenommen, dass man sich schon fast eine Revolution herbeiwünscht. Eine Revolution, die all diese unsäglich dämlichen Artikel hinwegfegt wie etwa „Die 10 kürzesten Affären von Taylor Swift", „Sissi, die süsseste Siam-Katze der Welt", „Skandal-Solarium-Mutti: Ich will in der Sonne brutzeln wie Frühstücks-Speck", „Stimmen Sie ab über die neue Frisur von Justin Bieber", „Dieses Handy ist ein klares Muss für Ihre Kids!", „So verpassen Sie keinen Promi-Tweet mehr", „Die 5 schönsten Frühlings-Farben für Ihre Acryl-Nägel", „Übler Zoff um Schalke-Schal", „Wüste Schlägerei im Parlament – auf dem Damen-Klo!", „Justin Biebers Hamster ist tot" oder „Gewinnen Sie ein Treffen mit den Pudeln der Jacob Sisters".

Emil Steinberger, der Schweizer Kabarettist & Autor, hat es wahrscheinlich am schönsten gesagt: „Die Leute kümmern sich heutzutage vor allem um sich selbst, um ihr eigenes Gärtchen. Und die Medien füllen ihre Leser vor allem mit Privat-Geschichten ab: Wer liebt wen? Wer hat Sex mit wem? Nur noch das Unmittelbare, das Lokale, das Private interessieren. Ja gopferteli, wenn es so weitergeht, werden irgendwann auch unser Kopf und unsere Gedanken kleiner. Dabei wäre gerade das Umgekehrte gefragt: Wir sollten weiter blicken, grösser denken, Grenzen überschreiten. Wir sollten uns verändern."

Ja, ja, schon klar, aber zuerst wollen wir noch schnell schauen, welcher Star im Supermarkt das Alkohol-Regal gestürmt hat – zwei Wochen nach Entlassung aus der Entzugs-Klinik. Und welcher Herzensbrecher gerade mit welcher Schlampe im Auto erwischt wurde. Und wer schon wieder versucht, das frische Gesichts-Lifting mit regelmässigem Wasser-Trinken zu erklären. Und wer hat jetzt 5 Kilos mit 5 Ananas in 5 Tagen abgespeckt? Sissi, die süsse Siam-Katze, Cindy, die süsse Wetter-Fee oder Olli, der dicke Komiker? Und warum erzielt dieser amerikanische Fernseh-Star, der Prostituierte verprügelt und Familien-Packungen Kokain konsumiert, immer noch so hohe Einschalt-Quoten?

Seit Jahren wird Journalisten & Schreiberlingen eingetrichtert, Stoffe aller Art möglichst über „saftige People-Storys" zu verkaufen – bloss nicht über langweilige, trockene Fakten. Auf diese Weise liessen sich Komplexität herunterbrechen und Stoffe greifbar machen. Egal ob Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur oder was auch immer – (fast) alles wird heute über Figuren erzählt. Im Boulevard & Entertainment sowieso. „Nasen statt Inhalt!" heisst das in der Branche.
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FEB
22

Demenz & Alzheimer – Vorbeugen mit Hirn

Im aktuellen Kino-Film „Vergiss mein nicht" dokumentiert David Sieveking die zunehmende Demenz seiner (inzwischen verstorbenen) Mutter Gretel. Ein kleiner Auszug aus einem Dialog zwischen Mutter & Sohn am Frühstücks-Tisch: „Der Malte hat angerufen. Der ist gut angekommen in der Schweiz." „Wie heisst der?" „Malte." „Malte." „Dein Mann." „Ist ja nicht mein Mann." „Naja, mein Vater." „Wie heisst er?" „Malte." „Malte? Ja, und – warum denn nicht?" „Ja ..." „Du fandest es auch ..." „Mhm, ... aber du bist meine Mutter, und er ist mein Vater ..." (...) „Ich dachte, du seist der Vater ..." „Nee, ich bin David." „Du bist die Mutter?" „Nee, ich bin der Sohn, ich bin der Sohn." „Jetzt komm' ich überhaupt nicht mehr hin ..."

Die früher intelligente & engagierte schöne Frau hat ihre geistigen Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit weitgehend verloren. „Jede Kleinigkeit wird eine Grossigkeit", hat Schauspieler Walter Giller über das Alter gesagt – und im Falle von Demenz wird jede Kleinigkeit eine Riesigkeit. Und einfache Alltags-Handlungen werden zu unüberwindbaren Hindernissen ...

Letzten Oktober habe ich unter dem Titel

„GmbA – Gesellschaft mit betreutem Ableben"
http://www.besser-fernsehen.ch/blog/entry/gmba-gesellschaft-mit-betreutem-ableben.html

die Demenz-Erkrankung meines Vaters Freddy und meine Suche nach (alternativen) Betreuungs-Möglichkeiten geschildert. Um ihm einen möglichst würdevollen Lebensabend zu ermöglichen. Und ich habe versucht aufzuzeigen, wie man am besten mit demenzkranken Menschen umgeht, ohne selber daran zu zerbrechen. Den Rahmen dieser Aufzeichnungen gesprengt hätten Ausführungen über ein mögliches Vorbeugen von Demenz-Erkrankungen. Können wir selber dazu beitragen, dass es gar nicht erst zu Demenz & Alzheimer kommt? Gibt es Möglichkeiten & Wege, dieser Einbahn-Strasse, dieser Rolltreppe abwärts auszuweichen?

Auf jeden Fall! Nicht dass wir alle diesbezüglichen Risiko-Faktoren (wie etwa die Genetik) selber in der Hand haben, aber wir können doch eine ganze Menge tun. Und hier können wir ansetzen, um Demenz & Alzheimer vorzubeugen – und letztlich auch generell als Basis für ein gesundes & zufriedenes Leben.
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JAN
23

Spiritualität als „Snoopys Decke“

Früher waren viele Menschen religiös. Heute sind viele Menschen spirituell – auf die eine oder andere Art & Weise. Die Asiaten mit ihrer jahrtausende-langen spirituellen Tradition sehen dieser Entwicklung mit Belustigung zu. Auf diese Weise, sagen sie, bereiten sich die Westler darauf vor, arm zu werden.

Das ist nicht ganz falsch. In erster Linie aber spüren die Menschen, wenn sie ihre Religion gegen jegliche Absenz einer höheren Macht eintauschen, haben sie unter dem Strich einen schlechten Tausch gemacht. Hatten sie vorher wenig, haben sie jetzt gar nichts mehr. Also versuchen sie diese Leere anderweitig zu füllen. Mit irgendetwas, das bitteschön Sinn verleihen soll. Also zum Beispiel mit Spiritualität. Ist ja auch gerade sehr trendy. 

Das ist – jenseits zahlloser dubioser Esoterik-Angebote – keine schlechte Wahl. Denn das ständige Hetzen ins Nirgendwo bietet dem modernen Menschen keinen Sinn.

Ich möchte daher aufzeigen, wie einem eine (undogmatische) spirituelle Grundeinstellung Leben & Alltag erleichtern kann. Nein, ich komme nicht aus der esoterischen Ecke. Ich habe noch nie ein esoterisches Seminar besucht (welches von den Abertausenden?) oder mich in ein früheres Leben zurückführen lassen. Ich blicke auch nicht auf einen speziellen Moment der Erkenntnis oder gar Erleuchtung zurück, der mich plötzlich alles in einem anderen Licht sehen liess (wie diese unzähligen „Vorher-Nachher-Geschichten" ...). Kein spiritueller Meister hat mich an der Hand genommen und mir den „richtigen" Weg gewiesen. Ich kann weder die Zukunft lesen noch Energie übertragen oder mit Tieren & Toten kommunizieren. Bücher wie „The Secret" erachte ich in erster Linie als eindrückliche Marketing-Leistung. Ausserirdische haben mich stets grossräumig umfahren, und auch kein Nahtod-Erlebnis hat mir auf drastische Art & Weise die Augen geöffnet.

Ich versuche nur grundsätzlich mit offenen Augen und (einigermassen) gesundem Menschenverstand durchs Leben zu gehen und interessiere mich für Möglichkeiten & Wege, das Leben einfacher, schöner & besser zu gestalten. Davon handelt dieser Artikel. Von Spiritualität als praktischer Lebens-Hilfe. Von allgemeinen Erkenntnissen bis hin zu persönlichen, konkreten Ratschlägen für den ganz normalen Alltag, den ganz normalen „Alltags-Wahnsinn". Von Spiritualität als „Snoopys (Wohlfühl-)Decke" ...
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