BesserFernsehen, Medien, Musik, Inspiration & Wellbeing

AV Schaffner spürt anregenden Themen & Zusammenhängen nach. Vielleicht passt am ehesten „Inspiration Engineer" mit breit gefächertem Hintergrund.

JUL
02

Management by Kaiserschmarrn

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Management Styles gibt es jede Menge: «Management by Motivation», «Management by Results», «Management by Delegation» und viele andere mehr. Heute lernen wir einen weiteren kennen: Management by Kaiserschmarrn bzw. Management by Kaiserschmarrn & Hidden Agenda. Es handelt sich im vorliegenden Fall um eine wahre Geschichte. Sie hat sich zwischen Sommer 2016 und Sommer 2019 wie folgt zugetragen. Alle Namen wurden geändert – aber die Misere ist leider echt. Natürlich könnte sich die Story in ähnlicher Form auch in anderen Firmen zugetragen haben. Kaiserschmarrn wird vielerorts geköchelt …

Führung heisst nicht zuletzt, Menschen so zu behandeln, wie man selbst gerne behandelt werden möchte. In Wirklichkeit ist aber oft ein Teil des Lohnes Schmerzensgeld bzw. Schmutz-Zulage. Manch einer vermutet den Nabel der Welt auf dem eigenen Bauch. Kann mir mal bitte jemand das Wasser reichen?

Es sollte sich eigentlich herumgesprochen haben, dass Human-Kapital eine wertvolle Ressource ist, die man nicht mit Füssen tritt. Aber es gibt immer noch Führungskräfte, die stecken einem von hinten lächelnd das Messer zwischen die Rippen und legen mit einem kräftigen Tritt in den Hintern nach. Dass sie sich dabei gelegentlich die eigenen Haxen verrenken, fällt nicht weiter auf. Denn viele in moderner Management-Esoterik gebadete Schaumschläger sind immer von irgendetwas total begeistert. Am allermeisten von sich selbst. Selbst-Optimierung und Lifestyle-Spiritualität findet man mittlerweile überall – selbst die Bücher von Donald Trump sind voll davon: «When you decide to be something, you can be it.» Die alte esoterische Obsession, dass jeder im Leben alles erreichen kann, was er will. Eignung? Zweitrangig. Mit der richtigen Gedanken- & Gefühls-Power steht einem schliesslich die ganze Welt offen – ach was, das ganze Universum!

Herbert von Karajan stieg einmal vor Jahrzehnten in Berlin in ein Taxi. Als der Fahrer seinen Gast nach dem Zielort fragte, meinte der Maestro nur: «Ganz egal, ich werde überall gebraucht.»

Heute will man mit Gedanken-Akrobatik, Affirmationen & Visualisierungen, Meditation & Mindfulness, Yoga und Ähnlichem die Grundlage schaffen, um möglichst grosse Markt- und Kunden-Segmente zu beglücken. Wäre ja soweit in Ordnung. Nur leider fehlt es vielerorts an ganz elementarer Sozial-Kompetenz. Viele sogenannte Führungskräfte sehen sich heute als Lichtgestalt, aber wir wissen mittlerweile, wie das mit Lichtgestalten so ist, nicht nur mit bayerischen, die einst einem runden Leder hinterher rannten. Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten – das kann man an jedem sonnigen Tag selber beobachten.

Manche kennen vielleicht noch das «Spaghetti-Prinzip»: Man schmeisst einen Teller schwungvoll an die Wand, schaut, was kleben bleibt – und was runterfällt & runtertropft, sollen dann bitteschön andere aufwischen …

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JAN
04

Snoopys Lebens-Weisheiten!

1---Cover-deutsch

Es gibt Kinder-Bücher & Comics, die hallen durch ein ganzes Leben. Sie bleiben eine Quelle der Weisheit und des Trostes für Kinder aller Altersgruppen rund um den Globus. Wie Snoopy mit seiner Peanuts-Gang. Ich liebte sie alle – aber ohne Snoopy hätte den Kids rund um Charlie Brown das Herzstück, der Klebstoff gefehlt. Man wusste nie genau, ist Snoopolino eher ein Mensch, ein Hund oder ein haariger Superman, aber man wusste immer, das ist ein wunderbarer Freund. In guten wie in schlechten Zeiten – und in allen Zeiten dazwischen.

Nachfolgend einige meiner Lieblings-Bilder: Sie vermitteln herzliche, zeitlose Botschaften. Fürs neue Jahr und für jedes neue Jahr, das da noch kommen möge.

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JAN
02

Snoopy Wisdom For Life!

1---Cover-englisch

(I don’t own rights to «Peanuts» pictures – I spread them for non-commercial wisdom & enjoyment!)

 

There are comic & children's books that echo through life. They remain a source of wisdom & comfort for children of all ages across the globe. Like Snoopy & the «Peanuts Gang». We never really knew whether «Snoopolino» was a human, a dog or a furry Superman – but we always knew he was a wonderful friend! In good times and in bad times, and in all the times in between.

Here are some of my favorite pictures & words of wisdom – for the new year and every year to come!

 

The Meaning Of Life Is – To Live!

Charlie Brown is not one of those «Happy Honey Kids» who sleep on a rainbow and get up in the morning inspired and full of expectation. He’s more the melancholic kind of guy – not only on Monday mornings. One evening Charlie sits by the water with Snoopy and reflects on things that go wrong: «Some day, we will all die.» And Snoopy replies: «True, but on all the other days, we will not.»

It’s the core sentence of all Snoopy stories. And it’s the core sentence of our own life. Living a «full-fledged life» is not easy, as we all know. We often struggle, not only on Monday mornings. 

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NOV
02

Gastronomie Suisse – unverschämt eingelocht!

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Eine Freundin erzählte mir nach einem Australien-Urlaub, ein Kellner habe sie in einem Coffee Shop down under gefragt, ob sie zum Kaffee einen Kuchen oder sonst etwas Süsses haben möchte, und sie habe «Nein, danke» gesagt. Seine Antwort: «Great! Fantastic!» Und es habe so gar nicht aufgesetzt geklungen, sondern freundlich-ungezwungen. Man stelle sich das einmal hierzulande vor: «Möchten Sie zum Hamburger noch eine Cola?» «Nein, danke!» «Toll, wunderbar!» Oder im Café: «Möchten Sie zum Espresso noch einen Muffin?» «Nein, danke!» «Grossartig!» Schwer vorstellbar, bei uns würde das künstlich-übertrieben und anbiedernd klingen. Man würde sich fragen, was der denn geraucht oder die denn getrunken hat. Obschon man auf diese Weise vielleicht dem einen oder anderen Wohlstands-Problemchen ein bisschen zu Leibe rücken könnte … 

Ich bin selten in Cafés, Kneipen, Gaststätten, Restaurants, FastFood-Tempeln etc. – und habe noch seltener erfreuliche Erfahrungen mit der Schweizer Gastronomie gemacht. Meistens ging es gerade noch so einigermassen. Diese Erfahrung machen viele Leute hierzulande. Nicht umsonst gilt die Schweizer Gastronomie als wenig gastfreundlich, überteuert und einfallslos (ausser beim Kosten-Faktoren addieren). Trotzdem würde man sich natürlich gerne einmal vom Gegenteil überzeugen lassen. Leider war mir/uns das auch dieses Jahr nicht vergönnt. 

Mein Mann organisiert jeden Sommer einen «Club Lunch» für Oldtimer-Freunde, jedes Jahr an einem anderen Schweizer Ort. Man trifft sich zum Apéro und Bestaunen der schönen Fahrzeuge, macht dann eine gemeinsame einstündige Rundfahrt und geniesst anschliessend ein Mittagessen mit Schwätzchen in angenehmer Gesellschaft. Diesen Sommer waren wir in einem Golf Resort in der Westschweiz. Ein malerischer Ort mit saftigem Grün, einer schönen Terrasse im Lounge-Stil und einer wunderbaren Aussicht auf die umliegenden Berge & Seen. Zum Aufreihen der schmucken Oldtimer gab es ausreichend Parkplätze & Ambiente vor dem Resort. Man fühlte sich zurückversetzt in längst vergangene Zeiten, als würde gleich Steve McQueen um die Ecke biegen für ein, zwei Runden Golf. Oder Serien-Held Magnum müsste einen besonders kniffligen Mordfall am neunten Loch lösen. Oder Inspektor Columbo käme zwischen den Büschen hervorgekrochen und hätte noch eine kleine Frage. Oder der Künstler Jean Tinguely und der Rennfahrer Jo Siffert, zwei Freunde aus Fribourg, der Meister der sinnlosen Bewegung und der Meister der sinnlosen Geschwindigkeit, würden auf der Terrasse rauchend & trinkend den Blick über die Landschaft schweifen lassen wie über eine schön geschwungene Rennstrecke.

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JUN
05

Garten-Lust & -Frust für Anfänger

Capability-Brown

Wenn Lancelot Brown im 18. Jahrhundert die ausschweifenden Ländereien seiner Auftraggeber überblickte, sprach er am liebsten von all den «Capabilities», den Möglichkeiten, die er sah, die Parks & Weiden eindrücklich zu verschönern. Der grosse britische Landschafts-Architekt wurde daher als Capability Brown bekannt.

Beginnen wir mit einem kurzen Blick auf die Entwicklung der Garten-Kunst während der letzten Jahrhunderte, bevor wir uns den eigenen Gärten & Terrassen zuwenden.

Im 17. Jahrhundert dominierten in den gehobenen europäischen Gärten gerade Linien, rechteckige Formen, akkurat gestutzte Hecken & Beete, perfekte Rasen-Flächen, sorgfältig arrangierte Kunstwerke, dazwischen auch mal ein Labyrinth – all das, was die Natur nicht einfach so hergab, sondern was mit viel Arbeit & Aufwand gebaut, geformt und unterhalten werden musste. Diese formalen Gärten stellten zur Schau, dass man Herr über die Natur war – und sich den enormen diesbezüglichen Aufwand leisten konnte.

Im 18. Jahrhundert entstanden die klassischen englischen Landschaftsgärten, die mit «natürlicher» Schönheit, Offenheit, Weite und geschickt platzierten Blickfängen verzauberten. Capability Brown etwa schuf riesige Landschafts-Gemälde, die ganz natürlich aussahen, aber das Resultat enormer Aufwendungen und technischer Meisterleistungen waren. Bäume wurden gefällt, umgepflanzt und neu gesetzt. Künstliche Seen wurden angelegt, die wie Flüsse aussahen, malerische Brücken in die Landschaft gestellt, überhaupt die gesamte Topografie optimiert. Brown liess auch sogenannte «Ha-Has» anlegen, von weitem unsichtbare Gräben, die das kostbare Vieh in Schach hielten. Sie ersetzten Zäune, die vorher den Blick übers Land beeinträchtigt hatten.

Im 19. Jahrhundert kamen Farbe & Exotik ins Spiel, man zog in die Welt hinaus und brachte exotische Pflanzen aus aller Herren Länder mit nach Hause, die dann in den heimischen Gärten wie Trophäen ausgestellt wurden. Erfindungen wie der «Ward’sche Kasten», ein einfaches portables Mini-Gewächshaus, erleichterten diese Expeditionen ungemein. Für die vielen exotischen Pflanzen brauchte es jetzt Gewächshäuser, und sie wurden immer grösser & ausgefeilter. Die ständig steigende Pflanzen-Vielfalt brachte Farbe in die Gärten. Wo früher grün dominierte, liessen sich nun bunte Teppich-Beete anlegen. Garten-Zeitschriften kamen auf, und erstmals wurden im grösseren Stil Park-Anlagen zur Erholung für Arbeiter bzw. für die Allgemeinheit angelegt.

Im 20. Jahrhundert erfolgte dann sozusagen die «Demokratisierung» der Pflanzen & Gärten. Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Pflanzen für (fast) jedermann erschwinglich, und immer mehr Menschen legten sich einen Garten oder einen kleinen Schrebergarten zu. Gärtnereien, Baumschulen, Garten-Center und später auch Baumärkte offerierten eine immer grössere Vielzahl an Pflanzen für alle möglichen Bedürfnisse & Vorlieben. Nach dem Krieg hielten motorisierte Garten-Geräte Einzug, und laufende technische Verbesserungen erleichterten so manches in Haus & Garten. Und die Liebe zum Grünzeug ist ungebrochen – man braucht sich nur umzuschauen!

Und da stehen wir also heute im Baumarkt, in der Gärtnerei, im Garten-Center und blicken unsererseits auf eine Vielzahl von «Capabilities» …

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MäR
01

Alzheimer & Demenz – Vorbeugen mit Herz & Hirn & Humor

Freddy-Bild

Es gibt verschiedene Formen von Demenz – die häufigste ist Alzheimer, sie betrifft knapp zwei Drittel der Demenz-Patienten. Menschen fortgeschrittenen Alters leiden auch häufig unter der sogenannten Alters-Demenz. «Jede Kleinigkeit wird eine Grossigkeit», hat Schauspieler Walter Giller über das Alter gesagt – und im Falle von Demenz wird jede Kleinigkeit eine Riesigkeit. Einfache Alltags-Handlungen sind früher oder später unüberwindbare Hindernisse.

Es kann jede & jeden treffen. Wie etwa den früheren Fussballer & Sport-Manager Rudi Assauer («schönster Bundesliga-Spieler der frühen 70er Jahre»), Ruhrpott-Macho, Frauen-Flüsterer, Werbe-Star und begnadeter Selbst-Darsteller. Immer eine Zigarre im Mund und nie verlegen um einen dreisten Spruch. Bis sich Alzheimer bemerkbar machte.

Oder Schauspieler & Entertainer Harald Juhnke, der sich von Media Markt für die «Ich-bin-doch-nicht-blöd-Kampagne» engagieren liess – und kurz darauf an schwerer Demenz erkrankte.

Oder Gunter Sachs, den ewig als «Playboy» apostrophierten Society-Liebling, Mathematiker & Künstler, der seinen Abschieds-Brief noch selbst verfassen konnte: «In den letzten Monaten habe ich durch die Lektüre einschlägiger Publikationen erkannt, an der ausweglosen Krankheit A. zu erkranken. Der Verlust der geistigen Kontrolle über mein Leben wäre ein würdeloser Zustand, dem ich mich entschlossen habe, entschieden entgegenzutreten.»

Oder Walter R., einen Bekannten aus meiner Nachbarschaft, der ein Geschäft mit 150 Mitarbeitern führte und Anfang 60 an Demenz erkrankte. Zuerst leichte Demenz, die sich im Laufe der Jahre kontinuierlich verschlechterte – eine langsame, lange Rolltreppe abwärts. Nicht zuletzt sorgsame Rundum-Pflege zu Hause ermöglichte ihm unglaubliche 30 Jahre weitere Lebenszeit. Vor fünf Jahren ist Walter verstorben, mittlerweile Anfang 90, schwerst-dement und am Ende auch noch Bein-amputiert.

Oder meinen Vater Freddy – im Bild oben mit meiner Mutter, die Mitte der 90er Jahre verstorben ist. Dieser Verlust hat eine riesige Lücke in seinem Leben hinterlassen. Mein Vater war lange Jahre liebevoll umsorgt worden, und was Haushalt-Arbeiten betraf, ziemlich hilflos. Nach dem Tod meiner Mutter hatte er überdies angefangen, sich an Gegenständen «festzuklammern» und schrittweise in eine sogenannte Messie-Erkrankung abzudriften. Im Laufe der Jahre stellten sich in der zunehmenden Isolation immer stärkere Anzeichen von Demenz ein. 2015 ist Freddy nach einem längeren Leidensweg schwerst-dement verstorben.

Demenz & Alzheimer sind teilweise genetisch bedingt, aber wir können auch eine ganze Menge selber tun, um vorzubeugen – im wahrsten Sinne des Wortes mit Herz, Hirn & Humor! Alois Alzheimer, der Entdecker der später nach ihm benannten Alzheimer-Krankheit hätte da sicherlich zugestimmt. Der deutsche Arzt, der in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg wirkte, war nämlich ein Scherzbold und liess sich trotz allerlei Schicksalsschläge nicht den Humor nehmen. Gerne verkleidete er sich etwa als Landstreicher oder Bettler und bat an seinem eigenen Institut um Almosen. Und freute sich, wenn er von niemandem erkannt wurde – Mitarbeiter wohlgemerkt, nicht Demenz-Patienten! Es muss ein fruchtbares Arbeits-Klima gewesen sein rund um Alois Alzheimer, sind doch auch zwei seiner Assistenten, Creutzfeldt & Jakob, in die Medizin-Geschichte eingegangen.

Schauen wir uns also genauer an, was wir tun können.

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JAN
01

60,000 Reasons for Decluttering with Master Morris

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This is the easiest decluttering method you will ever come across!

Everybody can use it and start anywhere, anytime, almost anyhow. And the «Morris Method» can be a lifelong companion – as it is and will be for me. (Illustration above by Lisa Congdon, http://lisacongdon.com/blog)

Let’s start with a «classic» by the brilliant comedian, author & social critic George Carlin:

«A Place for my Stuff» (5 minutes)
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=JLoge6QzcGY

«Their stuff is sh!t – but your sh!t is stuff!» That was back in 1981 – and it’s gotten so much worse since then. We are drowning in stuff, clutter has gotten out of hands, and it's having an increasing impact on our lives. So we read articles & books on decluttering, seek advice from other people and the media or even hire a coach. There are plenty of products & services out there; our prevailing zeitgeist demands to declutter. And letting go of painful thoughts & emotions as well. We prompt ourselves: Get rid of that clutter in the house and that nonsense in the head and bring in the magic, please!   

The mundane subject «decluttering» combined with a decent portion of wellness, spirituality & esoterism and a strong desire for magic, brings out an international bestseller like «The Life-Changing Magic of Tidying Up» (by Japanese author & organizing consultant Marie Kondō).

Or we could follow a more European approach like «The Gentle Art of Swedish Death Cleaning». Death Cleaning is an old tradition especially in Nordic countries. But we also know it in other parts or Europe, like Switzerland for example, where I come from. It’s about freeing ourselves and especially our families from a lifetime of clutter – any time before we die. The process of clearing out unnecessary belongings can be undertaken at any age or life stage, but essentially before others have to do it for us!

Or we can read any of the countless other books on decluttering matters.

But we don’t have to. There is a much easier way with just one brilliant sentence from the 19th century!

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SEP
12

Aufräumen & Ausmisten mit Meister Morris

Have-nothing--Lisa-Congdon

«Aufräumen & Ausmisten» liegt schwer im Trend, der Zeitgeist verlangt nach Loslassen und «Sich-Befreien-von-überflüssigem-Plunder».

Es gibt Coaches wie Sand am Meer zum Thema – besonders viel Aufmerksamkeit erlangte in jüngerer Vergangenheit «Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert». Das erfolgreiche Selbsthilfe-Buch machte die japanische Beraterin Marie Kondō zur internationalen Bestseller-Autorin. Sie traf den Nerv der Zeit, indem sie die Sehnsucht ihrer vorwiegend weiblichen Leserschaft nach Magie & Lebens-Veränderung mit dem profanen Dauer-Thema Aufräumen & Ausmisten verband. Angereichert mit der nötigen Portion Wellness, Spiritualität & Esoterik – auch das bekanntlich schwer im Trend.  

Ich habe das Buch nicht gelesen – aber Hunderte von Journalistinnen & Schreiberlingen rund um den Globus haben so hingebungsvoll darüber berichtet, dass man einfach Notiz davon nehmen musste. Wie oft sah ich in den letzten Jahren Titel wie «Mein aktuelles Lieblings-Buch», «Unsere Autorin machte den Selbst-Versuch» oder «Endlich wieder zu Hause durchatmen».  

Das Thema stellt ganz offensichtlich ein Bedürfnis vieler Menschen dar, Überflüssiges aller Art loszulassen und sich von belastenden Gedanken & Gegenständen zu befreien. Weg mit den quälenden Gedanken-Mühlen und weg mit dem überflüssigen Hausrat – und rein mit der Magie, bitteschön! Man kann zum Aufräumen & Ausmisten allerlei gute Ratschläge einholen, einschlägige Artikel lesen, Bücher wälzen oder gar professionelle Hilfe ins Haus holen. Kann man alles machen. 

Muss man aber nicht, es geht auch einfacher: Mit einem brillanten Satz aus dem 19. Jahrhundert!

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JUN
08

«Kalkofes Mattscheibe/Rekalked» – Jugend-Wahn

«Kalkofes Mattscheibe/Rekalked» von & mit Oliver Kalkofe gehört nach wie vor zu den Highlights im deutschsprachigen Fernsehen. Zumindest für mich. Seit den 90er Jahren entlarvt und bereichert Kalkofe die deutsche Fernseh-Landschaft mit seiner «Mattscheibe» auf ganz eigene, charmant-demaskierende Art. «Das eitrige Furunkel am @rsch der Unterhaltung» bezeichnet sich der Satiriker selbst. Und die Bilanz fällt wahrlich gruselig aus: «Das Schlimme ist, alles, was ich an furchtbaren Dingen mal prophezeit habe, ist um ein Vielfaches schlimmer schon geschehen.»

Nach meinem «Mattscheibe»-Blog-Eintrag
Top 12 aus «Kalkofes Mattscheibe/Rekalked»
http://www.besser-fernsehen.ch/blog/entry/top-12-aus-kalkofes-mattscheibe-rekalked.html

und einem «Mattscheibe»-Nachschlag
Weitere Highlights aus «Kalkofes Mattscheibe/Rekalked»
http://www.besser-fernsehen.ch/blog/entry/weitere-highlights-aus-kalkofes-mattscheibe-rekalked.html

wollte ich es gut sein lassen. Und nach Runde drei
«Kalkofes Mattscheibe/Rekalked» – Best of 2015
http://www.besser-fernsehen.ch/blog/entry/kalkofes-mattscheibe-rekalked-best-of-2015.html

erst recht. Nicht weil es zu wenig Material gäbe – es gibt erfreulicherweise immer noch tolle neue «Mattscheibe»-Folgen. Aber es jucken einen natürlich auch zahlreiche andere Themen unter den Fingern. Und die Zeit ist immer viel zu knapp für alles, was man machen möchte & sollte … wir kennen das.

Aber jetzt wollte ich doch noch ein ganz spezielles «Mattscheibe»-Grüppchen beleuchten, nämlich die hoffnungsvolle Jugend in Fernsehen & Internet. Wir leben ja in einer Zeit, wo graumelierte Medien-Verantwortliche & Sessel-Furzer bei öffentlich-rechtlichen und anderen Fernseh-Anstalten junge, erfolgreiche YouTuberinnen & YouTuber als «Berater» anheuern. Und einigen davon eine gebühren-finanzierte Plattform geben (siehe auch unten im PS). In der Hoffnung, damit mehr Teens & Twens – plus Werbe-Kunden – anzulocken und das hohe Durchschnitts-Alter ihrer Zuschauer zu senken. Wäre nichts gegen einzuwenden, wenn dabei viel Erhellendes rauskäme. Sehr oft bleibt es allerdings bei einer ausgedehnten Nabel-Schau, wo Darsteller & Sternchen verschiedener Couleur in Endlos-Schlaufen um sich selber kreisen. 

In der Folge sehen wir uns ein paar Beispiele an:

B*TCH STYLING à la KALKOFE
DUSCH-SCHAUM à la KALKOFE
ZÄHNE PUTZEN à la KALKOFE
NUTELLA à la KALKOFE
CHILLEN à la KALKOFE
BUTT CHALLENGE à la KALKOFE
VERPACKUNGEN à la KALKOFE
FREUNDSCHAFT à la KALKOFE
UMSTYLEN à la KALKOFE
DATING à la KALKOFE
HEIRATEN à la KALKOFE
RATGEBER à la KALKOFE
GRÜSSEN à la KALKOFE
BULLSH*T BINGO à la KALKOFE

Oliver Kalkofe hat übrigens im Mai mit einer weiteren Sendung bei Tele 5 angefangen: Aus seinem Keller präsentiert er «KellerKalk», ein Online-Format. Dort gibt es alte «Mattscheibe»-Folgen, Clips zum aktuellen Welt- & Medien-Geschehen und anderes mehr zu sehen.

Gute Unterhaltung – hier wie dort!

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APR
03

Donald Trump, Mobster Inc. & Law of Attraction

Präsident Trump reflektiert nicht zuletzt die esoterische Obsession, dass jeder im Leben alles erreichen kann, was er will. Eignung? Zweitrangig. Mit der richtigen Gedanken- & Gefühls-Power steht einem schliesslich die ganze Welt offen – ach was, das Universum!

Das ist einerseits verlockend, hat aber eine dunkle, gefährliche Kehrseite, wie man sehr schön am Beispiel Trump sehen kann. Und bringt Eltern rund um den Globus in Verlegenheit, wie sie ihren Kindern erklären sollen, wenn ihr wenig gebildet seid und nur über eine kurze Aufmerksamkeits-Spanne verfügt, rücksichtslos, korrupt, beleidigend und immer auf euren eigenen Vorteil bedacht seid, nicht bezahlt für erbrachte Leistungen, Steuern prellt und bescheisst, wo immer ihr könnt und darüber hinaus noch jede Menge verbalen & virtuellen Mist absondert – dann steht euch die ganze Welt offen!

Trump hat schon in den 80er Jahren medienwirksam hinausposaunt, er könne alles im Leben erreichen mit der richtigen Gedanken- & Gefühls-Power. So ähnlich wie es die heutige Management-Esoterik rund um den Erdball verkündet. Nicht viel anders äusserte sich Jahrzehnte früher schon der inoffizielle «Prime Minister» von New York, Frank Costello: «When you decide to be something, you can be it.» Beide Männer bewohnten luxuriöse Suiten an bester Lage in New York – im Trump Tower bzw. Waldorf Astoria. Beide lieb(t)en Macht, Einfluss, Geld und Ansehen. Beide dirigier(t)en & manipulier(t)en gerne. Beide lieb(t)en Amerika und sehnten sich nach einem wichtigen Amt. Beide schätz(t)en die schönen Dinge des Lebens und sind bzw. waren ungemein eitel. Als Frank Costello zu einem wichtigen Gerichts-Termin erscheinen sollte, rieten ihm die Anwälte, anstatt seiner geliebten Massanzüge doch lieber einen einfachen, schlecht sitzenden Anzug anzuziehen. Am besten ein, zwei Nummern zu gross, um abgemagert auszusehen. Darauf Frank Costello: «I’d rather blow the case.» Eher vergeige ich den ganzen Fall.

Ersterer avancierte zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Letzterer wurde langjähriger Mafia-Boss von New York. Der Präsident einer verrückten Welt & der Prime Minister der Unterwelt. Ich habe mich in letzter Zeit öfter bei Vergleichen ertappt – und ich sage es nicht gerne, aber Donald Trump sieht etwas alt dabei aus.

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